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Verschwinden

Freitag, 16. März 2012

Bilder

Ein Hotelzimmer. Die Beleuchtung ist defekt. Vor dem Fenster Leuchtreklame, das Zimmer wird rot, gelb, blau. Auf dem Bett liegt eine Frau, bewegt stumm ihre Lippen, lächelt. Wartet.
Man sieht ihr das Warten an und fragt sich woran man festmacht, dass sie wartet. Was einen zu dieser festen Ansicht veranlasst, woher man diese Sicherheit nimmt.
Warum man sie überhaupt sieht, die sehr helle, sehr zarte Haut, die immer wieder in die Farben der Leuchtschrift getaucht wird. Man hat das Gefühl, sie beschützen zu müssen.
Gleichzeitig ist man sicher, dass man sich nicht zeigen darf. Das würde mehr als das Bild zerstören.
Das Bild des Wartens.

Samstag, 3. März 2012

Die Frau am Fenster


Die Frau saß am Fenster. Sie hatte sehr helle Haut und war allein. Sie hielt sich aus oder auf. Sie verstand die Sprache, aber nicht was die Worte bedeuteten. Oder sie verstand es zu gut. Immer hatte sie Angst gehabt vor dem, wonach die anderen sich sehnten.
Sie schwieg, um das Vertrauen in die Sprache nicht zu verlieren.
Alles, was du tust, geschieht aus sich selbst heraus. Wenn sie spricht klingt es falsch und zu laut. Ihr Schweigen aber gibt sich beleidigt.
Später träumt die Frau vom Meer. Sie fühlt sich hingezogen zum Wasser. Sie mag das Meer, wenn es unruhig ist, seine Habseligkeiten an Land spuckt und der graue Himmel darüber die Augen schließt. Sie sieht nicht die Beständigkeit des Meeres, sie sieht nur den Verlust. Der Verlust und die Endlichkeit.
Immer möchte sie jemand anderes sein. Anders denken, anders fühlen. Sie interessiert sich nicht für sich. Nur für das Bild, das sie abgeben könnte. Plötzlich sehen alle Wagen wie Leichenwagen aus. Sie aber glaubt nicht an den Tod.
Nur an den Verlust allen Lebens.

Dienstag, 28. Februar 2012

Archive

Du wickelst die Geschäfte ab. Der Kaffee ist heiß, stark und frisch. Und irgendetwas erwartet dich auch heute. Taktlosigkeit und die niemals wegzuredende Hilflosigkeit dem Tod gegenüber. Unsere Welt aus Glas. Zwischen Blick und Blick nur Glas. Unsichtbarer Abstand. Ab und zu ein Wort, ein Gedicht, das uns gefährlich nahe kommt, uns aus dem Gleichgewicht bringt.
Ich mag keine Gedichte sagen und meinen: ich kann ohne Gedichte nicht leben.
Als würde es etwas bedeuten, dass alles archiviert wird.
Mein Leben liegt in einem hölzernen Kasten, in dem meine Mutter ihre Erinnerungen aufbewahrt.

Montag, 26. Dezember 2011

Der Grund


Es wäre notwendig, überall zu suchen. Genau nachzudenken. Den Ursprung ausfindig zu machen. Bis auf den Grund zu sehen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.
Es ist mir nicht länger möglich, mir mein eigenes Verschwinden vorzustellen. Nicht einmal ansatzweise. Stattdessen muss ich mich mit der Vorstellung begnügen, wie alles um mich herum verschwindet und übrig bleibe nur ich.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Schritte


Die durch den Körper wandernden Schmerzen – und das bin dann ich.
Alles geht weiter. Ist nicht zweifellos wiedererkennbar, ohne sich grundlegend zu ändern. Die Distanz geht verloren, bis nichts mehr erkennbar ist.
Ich träume immer noch vom Verschwinden. Von dieser Unmöglichkeit nicht mehr da zu sein und so endlich allem sehr nah zu sein.
Es ist kalt. Es ist eigentlich immer kalt, wenn ich das Haus verlasse. Ich setze meine Schritte so, als wäre es diesmal endgültig, dass ich nicht zurückkehre und als wäre das ein Beweis, das mein Verschwinden Formen annimmt. Bei dem Gedanken überkommt mich eine Art Heiterkeit und die Schritte verlieren an Schlagkraft, an Eindeutigkeit. Als könnte jeder Schritt wieder rückgängig gemacht werden.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Verschwindende Fragen


Ein falsches Wort, das sich im richtigen spiegelt. Die Trostlosigkeit der langen Reihen.
Was ist ein Jahr und wie wirkt sich die Antwort auf Dein Leben aus?
Wann wird aus einer Herangehensweise eine Masche und wie verläuft sich eine Masche zurück ins Netz derer, die Recht haben?
Jemandem das Ohr (sein Ohr. Warum nur eins?) leihen, während derjenige sich ins Verschwinden redet. Die Worte bleiben klar, deutlich, gleichbleibend gut artikuliert, während der Sprecher zunehmend an Substanz verliert, während seine Konturen sich auflösen und er durchsichtig wird, schließlich unsichtbar.
Nur die Worte bleiben noch eine Zeitlang bestehen. Bodenlos, körperlos.
Dann kehrt das Ohr zum Beobachter zurück und besänftigt die Augen.
Trau deinen Augen nicht, weil man nicht sehen darf, was sich nicht gehört.
So bleibt man unerhört?

Sonntag, 4. Dezember 2011

Der Spiegel


Mein Gesicht im Spiegel. Es gibt Tage an denen ich mich nicht erkenne. Heute ist mein Gesicht verziert von einer schweigsamen Verlegenheit. Weil ich an ihn denke.
Ich sollte mich an die Buchstaben halten, an die, die mir auffallen. Die Worte erscheinen mir wie ein zunehmend zahnloser Mund. Die Verwunderung, wenn sich die Farben mit den Buchstaben mischen, die Bücher füllen, die Leinwände, die Träume, bis da kein Unterschied mehr ist, dann bin ich am Ziel, sind wir am Ziel. Ich wünschte, ich könnte mein Unterscheidungsvermögen verschenken.
Vor mir steht diese Uhr, die immer nachgeht, so oft man sie stellt. Verrückte kleine Uhr.

Samstag, 3. Dezember 2011

Nebel


Der Tag hüllt sich in Nebel. Fast nichts kann man erkennen durch diese dunstige Wand. Novembernebel. Den halben Morgen habe ich so am Fenster gestanden, ohne zu wissen, ist es mein Atem, der die Scheiben beschlägt, oder der Nebel auf der anderen Seite des Fensters, der mich nichts erkennen lässt? Und doch glaube ich immerzu eine Gestalt zu sehen, auf und ab marschierend in gemessenem Schritt und schwarzem Anzug. Wer sollte das denn sein?
So ein Tag ist ja von Anfang an verdorben, wenn er mit einer Frage beginnt.

Freitag, 2. Dezember 2011

Eröffnung


Ich rede nicht gerne über mich, ich denke nicht gern über mich nach, ich sehe mich nicht einmal gern im Spiegel an, die meiste Zeit vergesse ich mich. Das ist der Grund, warum ich Tagebuch schreibe. Ich glaube, ich werde mich eines Tages daran erinnern wollen, wie ich mich vergessen habe. Wie so ein Tag angefangen hat, an dem ich mich vergessen habe. Der Eröffnungszug, den niemand wahrnimmt. Es war diese Nacht. Diese Nacht, die nie wiederkehren wird. Diese Nacht mit ihrem Staunen und Geplänkel, ihren leeren Straßen und falschen Hoffnungen. Diese Nacht in der man alles glauben konnte. Eine Nacht mit Nachthimmel. Mit filmreifen Nachthimmel. Der Mond, der sich mit Wolken zudeckte. Es war kalt. Natürlich war es kalt. Wenigstens in der Erinnerung war es kalt. Und die Wolken vielzählig (überzählig) und unterwegs. So hat es angefangen. Ohne Eröffnungszug. Mit Mond und Wolken. Mehr Wolken als Mond.

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Zuletzt aktualisiert: 30. Jan, 15:32

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