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Wasser

Donnerstag, 5. Januar 2012

Wellen


Das Kind taucht auf den Meeresgrund. Das Wasser ist nicht tief. Sie sind nicht weit vom Ufer entfernt. Es taucht wieder auf, verkündet, es habe Fußspuren gesehen am Meeresgrund. Das Kind ist stolz. Sie lächelt. Aber es ist ein trauriges Lächeln. Ein Lächeln, das alles vergessen hat, das sich nur noch auf das Überleben konzentriert. Sie wartet auf die Wellen. Das Kind wartet auch. Das Kind taucht ein in die Wellen, lässt sich von den Wellen davon treiben.

Mittwoch, 3. August 2011

Landgang


Wir laufen jetzt den Hafen an, sagt er und sie denkt, dass sie ihn dort verlassen wird. Dass sie sich in der Menschenmenge verlieren werden. Er wird nicht die Zeit haben, sie lange zu suchen, bevor das Schiff wieder ablegt. Falls er sie dennoch finden sollte, rechtzeitig, wird sie sich dem Schicksal ergeben und ihm folgen.
Auf keinen Fall wird sie versuchen, ihm zu erklären, dass sie sich getäuscht hat und worin dieser Irrtum bestand, weil man einem anderen nur erklären kann, was er längst weiß.
Und er hat nicht das Geringste Wissen von ihr, davon, dass sie die Seemannssprache liebt, den Geruch nach Wasser, Tang und Fisch, auch diesen ständig schwankenden Grund, der einen nie vergessen ließ, dass alles jeden Moment versinken kann, und dass sie all diese hübschen Kleinigkeiten mit ihm verwechselt hat, bis sie gemerkt hat, dass sie nie wissen wollte, was er in ihr sieht.
Und nun ist sie hier und vielleicht wird sie ihn vermissen, aber zurückkehren wird sie nicht.

Dienstag, 2. August 2011

Wellen


Ein Wink der Welt. Ein Winken im Nichts.
Einer vertraut sich dem Wasser an, ein anderer versinkt im Gebirge.
Diese Tiefe sagt man und untertauchen, das sagt man auch.
Und dass es etwas anderes ist, als zu verstehen, weil verstehen ohnehin nur wortlos gelingt, mit Blicken und Berührungen, mit dem, was unter der Oberfläche liegt. Was nicht zählbar ist. Und also auch nicht erzählbar.
So endet die Geschichte der Welt und ein Kapitel Leben fängt an.

Ich war auf mich zurückgeworfen. Ich ließ mich ruhen. Die Tiefe nahm Gestalt an und überblendete das Vergessen. Ich war eine Welle, ich wartete auf die Flut. Die Flut wird alles auswaschen. Die Kleider, die Haare, deine Augen, an die ich mich schon jetzt nur noch verschleiert erinnern kann, die Worte und Berührungen.
Sogar die Landschaft, in der wir uns begegnet sind.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Die Möwen


Wir versuchten unsere Wege zu trennen. Die Stille blieb jenseits der Stelle, wo wir sie verließen.
Ich sah Deinen Rücken, ich sah, wie die Zeit stillstand, während sie verging.
Schnee lag auf den Tagen der Jetztzeit und bedeckte die Erinnerung, bevor sie verkümmerte.
Dann schloss ich die Augen. Um mich herum tanzten Silben und Töne. Worte, die sich in Rauschen verwandeln.
Aber es ist ja nicht das Meer, das ich höre. Es sind die Möwen. Die Möwen mit ihrer unstillbaren Sehnsucht nach dem Wasser.

Sonntag, 17. Juli 2011

Wasser Spiegel


Was gibt es da noch zu löschen, fragte sie sich und suchte mir ihren Blicken den Grund des Gewässers, das sie umrundete. Das sie umrundete, seit dieser Brand schwelte, seit ihre Gedanken, Hoffnungen und Enttäuschungen, sie zu verbrennen drohten.
Früher, als sie jung war, hatte sie versucht zu fliehen. Jetzt kam sie hier her. Befragte das Wasser. Seine Bewegungen. So klein und unmerklich, dass außer ihr niemand sie sah.
Tropfen und Geflüster im Wasser. Aus dem Wasser heraus.

Sonntag, 26. Juni 2011

Wasser


Ich verlaufe mich in mir selbst bis die Zeit mich frisst. Mich über bekommt und ausspuckt.
Wir bestiegen ein Schiff. Das Ufer entfernte sich. Das Schiff war groß. Das Meer war größer. Naturgemäß stand über allem der Himmel. Manches wurde durchsichtig auf dieser Reise. Bereit jederzeit die Farbe des Himmels anzunehmen. Vieles hörte auf eine Bedeutung zu haben. Die Möwen verfolgten uns eine Zeitlang. Dann waren wir allein. Mit dem Rauschen, den Wellen, der Nacht. Ich stand an der Reling und sah so allerlei. Ich sah mein Leben verschwinden. Durchsichtig werden, ohne an Undeutlichkeit zu verlieren. Die Welle brach sich am Bug und trieb uns weiter hinaus.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Der Matrose

Sie hat von diesem Kind geschrieben, das immerzu schweigt. Sie hat vom Meer geschrieben und vom Verrinnen der stillstehenden Zeit. Sie hat von mir geschrieben, ohne dass sie es wusste.
Dann kam das Schiff. Sie übergab dem Matrosen ihre Schriften. Er lachte. Seine Augen waren blau. Er würde nie wiederkehren. Einen besseren Grund, ihm zu vertrauen gab es nicht. Sie küsste ihn zum Abschied und flüsterte: „Du wirst mich nie vergessen, wie sehr du es auch versuchst.“

Dienstag, 21. Juni 2011

Restlos

Während sie sich die Punkte notiert, sieht sie aufs Wasser. Auf das Meer. Das Meer ist immer da, sein Geruch, sein Geräusch, es legt sich auf die Haut. Und gerade darum, gerade wegen seiner Allgegenwart ist es wichtig, dass sie sich die Punkte notiert. Der Reihenfolge nach. Ohne etwas zu vergessen.
Nur wenn sie genau bleibt, wenn sie alles behält, können sich die Punkte erst zu Linien und später zu Umrissen, Strukturen, Bildern verbinden.
Bilder, denen sie eine Bedeutung geben kann. Etwas, von dem sie behaupten kann, sie würde jede Eigenart, jede Abweichung genau verstehen. Wenn nötig, könnte sie alles restlos erklären.

Freitag, 20. Mai 2011

Die erhabene Wüste eines Bodens, der eingewandert ist

Es gibt diese Art von Dichte, von Verdichtung. Die Zeichen lesen sich selbst. Etwas, das vor ihr lag, tritt zurück.

Irgendwann wird sie sie betreten, die „erhabene Wüste eines Bodens, der eingewandert ist“. Diesen Boden, von dem die Duras spricht. Und alles von dem die Duras spricht, ist Lüge und wahr. Jegliche Aufrechnung ist beseitigt zugunsten einer rücksichtslosen Aufrichtigkeit. Das sind die Wege, die ins Innere führen. Dort führen sie weit.

Aber kehren wir zurück zu ihr, wie sie dort steht und wartet. Sie hat aufgehört zu zeichnen. Sie betrachtet das Bild und erkennt es. Auch dieses Bild ist sie. Ihre Geschichte.
Gibt es denn keinen Ausweg aus sich heraus? Kein Entkommen?

Donnerstag, 19. Mai 2011

Leere

Sie erkennt, dass sie den Täuschungen anheimgefallen ist. Dass sie nie geglaubt hat, was sie sah, was sie fühlte, nur das was zu sehen erwartet wurde.
Die Tür ist offen. Sie verlässt den Raum. Sie macht sich keine Gedanken über die Papiere, die auf dem Tisch zurückbleiben. Was dort geschrieben steht, diese Geschichte, war nur für sie bestimmt.
Die Möwen schreien. Einige Fischer kehren heim. Mit halbvollen Netzen. Sie grüßt die fremden Männer, setzt sich zu ihnen, bewundert ihren Fang, bedauert mit ihnen, dass es immer schwerer wird zu leben, auszukommen. Bedauert, dass es keine aufrechten Worte des Bedauerns gibt. Keine, die denjenigen, der sie ausspricht, mit Stolz erfüllen könnten.
Kann man stolz sein, auf seine leeren Hände, fragt sie sich. Warum nicht, denkt sie. Das ist der Moment, in dem sie anfängt zu zeichnen.
Sie wählt eine Farbe, zeichnet eine Straße, Häuser am Straßenrand, viele, eng beieinander stehende, identische Häuser. Sie folgt dem Stift. Sie hat keinen Willen, zeichnet, was ihre Hände ihr diktieren.
Sie fühlt sich frei. Solange ihre Hand sich bewegt, ist alles gut. Sie vergisst. Es gibt kein Gestern und kein Morgen. Kein Bild. Nur den Moment, der sie zeichnet, den sie zeichnet.

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Zuletzt aktualisiert: 30. Jan, 15:32

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