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die Mutter

Sonntag, 1. April 2012

Meine Mutter fürchtete die Schlangen

„Meine Mutter fürchtete die Schlangen“ (Wolfgang Koeppen)

Ich hielt diesen Satz für Poesie.
Eine andere bezeichnete es als Feigheit.
Eine weitere war der Meinung, es handele sich nicht so sehr um Furcht als vielmehr um Ekel. Ekel vor einem Wesen ohne Beine, ohne Flügel. Nur Zunge – verachtenswert.
Nur fähig, etwas zu verschlingen. Versprechen mit gespaltener Zunge zu verschlingen.

Evas Problem war nicht ihre Neugier. Wäre sie neugierig gewesen, sie hätte wie Lilith, Adam und den beschaulichen Garten längst verlassen. Sie hätte wenigstens Fragen an die Schlange gestellt. Warum diese Frucht? Bist du mit deinem Namen zufrieden? Was hälst du von Verboten?
Evas Problem war ihr Gehorsam. Was man ihr sagte, tat sie.
Ein Gebot löschte das vorhergehende aus.

Donnerstag, 4. August 2011

Unsere Mütter sind Spinnen


Unsere Mütter sind Spinnen.
Weben die Netze, die uns nicht halten, solange wir noch nicht gehen können.
Wenn wir gehen wollen, finden wir nicht mehr heraus aus diesem Labyrinth aus Fäden, die Namen tragen wie Sehnsucht, Freiheit, Liebe und Dankbarkeit.
Wenn unsere Mütter eine Hand heben, um uns zuzuwinken, uns Lebwohl zu sagen, spüren wir eine andere Hand, die uns festhält, die nicht loslassen kann, weil sie verwachsen ist mit diesem Netz.
Und so stehen wir da, hilflos vor der Entscheidung, ob wir bleiben, oder mit dem Loch im Netz leben.

Donnerstag, 21. April 2011

Entfernungen


Sie wird wach. Lächelt mich an. Sie ist erschöpft, blass. Ihre Lippen sind aufgesprungen. Ich reiche ihr das Glas. Sie trinkt. „Was ist aus mir geworden?“, fragt sie. „Was habe ich erreicht?“
„Mich“, sage ich, „mich hast du geschaffen.“
Wir schweigen. Sehen uns an. Keine von uns bewegt sich.
„Ich habe Angst“, sagt sie schließlich.
„Ich weiß“, antworte ich.
„Das ist eine dumme Antwort“, sagt sie.
Wir lachen. Dann muss ich gehen. Weil wir es nicht aushalten, einander so nahe zu kommen, nachdem wir uns ein Leben lang voneinander entfernt haben.

Mittwoch, 20. April 2011

Augenblick


Die Mutter, die nun so lange schon in dieser Sterbekammer lag. Die die Augen immer im falschen Moment schloss. Immer dann, wenn das Gespräch diesen Punkt erreicht hatte, den Punkt der über Erklärungen, Rechtfertigungen hinausging und das begreifen berühren könnte.
Ich bin darauf zugegangen, auf dieses Begreifen. Ich bin immer weiter auf die Wahrheit zugegangen. Und sie schließt die Augen

Dienstag, 19. April 2011

Bilder

Ich brauche Bilder sagt sie, und kein neues Kleid.
Es ist schmutzig. Es riecht schlecht. Sie ist dreckig. Sie lacht. Es ist unmöglich mit ihr zu reden. Als ich ihr die Haare aus der Stirn streichen will, schlägt sie mich. Ich gehe zum Fenster. Öffne es. Sie beruhigt sich. Ich habe deinen Vater gesehen, sagt sie. Ich setze mich zu ihr, halte ihre Hand. Mit der freien Hand, der Hand, die ich nicht halte, wischt sie mir die Tränen aus dem Gesicht und lacht.

Dienstag, 8. März 2011

...


"Die Frau tanzt. Sie ist noch jung, und doch ist ihre Schönheit reif und schon bereit für das Opfer des Verfalls" (Marguerite Duras)

Diese Frau ist meine Mutter. Ich bedauere sie. Aber ich bedauere sie auf die mir eigene, mitleidlose Art. Ich lasse sie nicht aus den Augen. Ich werde ihren Verfall genau registrieren. Nichts wird mir entgehen. Sie tanzt und während sie tanzt, stirbt sie.

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