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Vom Schreiben

Freitag, 30. März 2012

Ihre Briefe

Jeden Tag öffnet sie den überdimensional großen Briefkasten, der sich ihr in den Weg stellt. Immer wieder kommt ihr die Dunkelheit seines Inneren entgegen und der metallische Geruch, den er verströmt.
Schließlich beginnt sie Briefe an sich selbst zu schreiben, um endlich zu erfahren, wie sich alles verändert, wenn sie den Kasten öffnet und etwas darin findet.
Zunächst stecken nur leere weiße Bögen in den Umschlägen, aber nach und nach beginnt sie sich wirklich Briefe zu schreiben, deren Inhalt sie sofort wieder vergisst. Sie ist tatsächlich glücklich, wenn sie die Briefe findet. Sie sammelt sie, mit roten Schleifen gebündelt, in einem Schuhkarton.

Als sie in eine andere Stadt zieht, in ein Haus, in dem es nur winzige, mit einem kleinen Schlüssel zu öffnende Brieffächer gibt, nimmt sie den Karton mit den ungeöffneten Briefen mit.
Aber erst später, als sie nicht nur das Interesse an Post, sondern auch das Interesse an sich selbst verloren hat, erinnert sie sich an die Bündel und öffnet die Briefe.

Mittwoch, 28. März 2012

Der Brief

Dass du Kinder hast, nach denen der Wind sich dreht, hast du geschrieben.
Nein, du hast es nicht geschrieben, du hast Buchstaben ausgeschnitten, aus Zeitungen und Büchern, und sie zusammengeklebt zu einer Nachricht für mich, zu Sätzen, die vielleicht nichts bedeuten und die mich gerade deshalb treffen (weil sie mich nicht betreffen, nicht mehr.)
Du hast Farben gesucht für die Sätze. Jeder Satz hat eine eigene Farbe. Manchmal ist diese Farbe die einzige Botschaft. Ich bin nicht sicher, ob ich etwas verstehe, aber ich sehe und fühle mehr als mir gut tut. Ich löse mich auf zwischen den sorgsam geklebten Sätzen, die vor mir liegen und sich weigern, einen Sinn zu ergeben, den ich überprüfen und in die dafür vorgesehenen Schubladen ablegen könnte.
Ich schwimme in diesem Meer aus Farben und mit jeder Gewissheit, löse auch ich mich ein Stück weiter auf.

Mittwoch, 21. März 2012

Schreiben - Erinnern

Sie legte den Arm auf den Tisch und schrieb. Die Schrift verfing sich in Erinnerungen. Die Erwartung setzte dem Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen schrieb sie sich fort. Das Wasser im Glas bewegte sich. Schöne, unruhige Bewegungen.
Sie plant und vereitelt ihre Pläne. Sie plant immer nur so viel, wie sie vereiteln kann. Sie weiß vielleicht mehr, als sie zu wissen vorgibt. Auf jeden Fall mehr, als sie vergessen kann.

Stimmen, die vom Nichts sprechen und einander zuhören dabei.
Ich bin ein Nichtschwimmer, über den Tag meines Ablebens hinaus.
Ihr Tod ängstigt sie nicht mehr, sie steht ihm gleichgültig gegenüber, als hätte sie bereits alles erreicht, was es für sie zu erreichen gegeben hat.

Montag, 29. August 2011

Los


Eine junge Frau begleitet mich seit Jahren. Im Gegensatz zu mir wird sie keinen Tag älter.
Sie stolpert in Fallen, die ich ihr stelle, aber aus den Sackgassen in die sie mich führt, finde ich nicht wieder heraus.
Sie steht dann am anderen Ende der Gasse, dort, wo der Weg weit führt, ins Offene, lacht mir zu, bevor sie um die Ecke biegt und ruft: Du solltest von mir schreiben und nicht von deiner Vorstellung von mir.
Wenn ich müde und hoffnungslos, die Seiten wieder einmal zerrissen, daran denke jetzt endgültig aufzugeben, mich mit meinem Scheitern abzufinden, steht sie schmeichelnd und bittend neben mir, folgt mir auf Schritt und Tritt und flüstert verheißungsvoll Dinge in mein Ohr, die ich nicht verstehe.
Das macht nichts, ruft sie, du sollst nichts verstehen, nur schreiben. Vertrau mir. Und bitte: lass mich los.

Samstag, 25. Juni 2011

Gefäße


Warum sie immerzu schreiben muss, ist ihr selbst ein Rätsel. Will sie eine Spur hinterlassen? Hat sie etwas zu sagen? Sie fühlt sich wie ein Gefäß. Überflüssig, wenn sie nichts auszuschenken hat. Wenn da keine Buchstaben sind, aus denen sie immer wieder Worte formt, Sätze bildet, die sich anderen Sätzen anschließen, oder vorangegangene Sätze zerstören.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Fragezeichen


Wie kann ich lesen, wenn ich eigentlich schreiben will? Aber wie kann ich schreiben, wenn ich will. Und was. Und die Geräusche beim Schreiben sind ein Ausdruck von Stille und Stille ein Anagramm von eilt und leise und teilt und ich jemand, der vielleicht sehr viel mehr könnte, wenn er verstehen würde aufzuhören. Auf das zu hören, was da ist, anstatt zu hoffen auf das was kommt. Statt zu verlangen nach dem was sein sollte. Weil es nicht ist. Soll es nicht sein. Wie einfach es klingt loszulassen. Lassen. Gelassen. Ein Los. Und wenn auf einer Wiese Kühe stehen, denkst du gleich an Milch und Käse, oder erinnerst du dich an die Schäfchenwolken vom letzten Tag? Immer ist irgendetwas zu Ende bevor etwas anderes anfängt und du bist dabei ungenannt. Was gut zu verstehen ist, aber schwer zu ertragen. Solange man es nicht gelungen beschreibt. Was ist eine Beschreibung, die der Zukunft trotzt. Die entsteht und sich mit dem Stillstand begnügt. Was sind Fragen anderes als vorweggenommene Antworten, die den Blick verstellen. Womit? Dieser Art von Perspektive hinter der du dich versteckst. Dann musste ich gehen und das war der Grund, warum ich es endlich ruhen lassen konnte. Tagein fand ich nicht heraus. Wie geht nachdenken, ohne dabei stehen zu bleiben auf dem blinden Fleck, den das Verständnis hinterlässt. Und wenn man die Fragen nicht mit diesem Schlangenzeichen versieht, sind sie dann nicht viel harmloser. Fast schon lieb.

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Zuletzt aktualisiert: 30. Jan, 15:32

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